
Datum: 04. Oktober 2026, 11:00
Ort: Oberhofenkirchhof Göppingen
Mit dem ersten hölzernen Kirchenbau des siebten Jahrhunderts, der archäologisch unter der heute bestehenden gotischen Oberhofenkirche nachgewiesen ist, begann bereits die Bestattungsaktivität. Aus dem Umfeld des späteren mittelalterlichen Kirchhofs um die Oberhofenkirche, sind vorchristliche alamannische Bestattungen im 19. Jahrhundert beobachtet worden. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts fanden nur noch in wenigen Fällen Menschen dort ihre letzte Ruhestätte, als ein neuer städtischer Hauptfriedhof an der Straße nach Hohenstaufen eröffnet wurde. Erhalten haben sich aber weit über 250 Grabstellen auf dem Oberhofenkirchhof. Über unzählige Generationen hinweg wurden die Göppingerinnen und Göppinger hier beerdigt. Eine solche Zeitreise kann am Sonntag, 4. Oktober, um 11 Uhr bei einer Führung über die Nekropole unternommen werden. Margit Haas stellt Grabstätten besonderer Persönlichkeiten und ihrer Biographien vor und erläutert deren Bedeutung für die Göppinger Stadtgeschichte. Dabei lässt sie auch Kunst, Botanik und Lyrik nicht zu kurz kommen. Die kostenlose Veranstaltung stellt einen Programmpunkt zur momentan im Museum im Storchen gezeigten Sonderausstellung zu Tod, Bestattung, Friedhofs- und Erinnerungskultur in Göppingen dar. Treffpunkt ist direkt an der Oberhofenkirche, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.